Im Winter, wenn es frieret, im Winter, wenn es schneit, dann ist der Weg zur Schule fürwahr noch mal so weit ...

Der Weg zur Schule

 August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Im Winter, wenn es frieret,

Im Winter, wenn es schneit,

Dann ist der Weg zur Schule

Fürwahr noch mal so weit.

 

Und wenn der Kuckuck rufet,

Dann ist der Frühling da,

Dann ist der Weg zur Schule

Fürwahr noch mal so nah.

 

Wer aber gerne lernet,

dem ist kein Weg zu fern,

Im Frühling wie im Winter

Geh' ich zur Schule gern.

Das haben wir uns auch gedacht und sind kurz vor den Weihnachtsferien nach Greifswald aufgebrochen, um in der Zooschule des Tierparks noch mehr über die Tiere im Winter zu lernen. Seit dem Herbst waren ja die Tiere des Waldes und wie sie sich auf den Winter vorbereiten immer wieder ein wichtiges Thema für uns.

Wir wurden sehr freundlich von Anja Nickel, unserer Lehrerin für heute, begrüßt und haben uns dann ganz gemütlich in einem Stuhlkreis in der Zooschule zusammengefunden. Mit der lebhaft erzählten Geschichte von Wanja und seinen tierischen Besuchern in der Winternacht, sind wir ganz kindgerecht in unser Thema eingestiegen und haben uns dann über wechselwarme und gleichwarme Tiere unterhalten. Wir haben erfahren, dass gleichwarme Tiere, wie die Vögel und Säugetiere, sehr viel Energie aufbringen müssen, um ihre Körpertemperatur zu halten und deshalb auch viel Nahrung brauchen. Im Winter ist das für viele Tiere schwierig und deshalb haben sie verschiedene Strategien gefunden der Kälte und dem Nahrungsmangel zu trotzen. So fliegen die Zugvögel einfach in den Süden, viele Tiere bekommen ein Winterfell oder plustern ihr Gefieder auf, einige Tiere halten einen Winterschlaf oder eine Winterruhe. Die wechselwarmen Tiere, wie Frösche, Fische oder Insekten verfallen in eine Winterstarre bis es wieder wärmer wird.

Dann durften wir verschiedene wechselwarme Tiere anschauen und sogar anfassen. Die Schlangenhaut war gar nicht glitschig und das Außenskelett der Vogelspinne ganz haarig.

Im Anschluss waren die gleichwarmen Tiere an der Reihe und wir sind in den Tierpark ausgezogen, um sie zu füttern und zu beobachten.

Die Präriehunde haben tief und fest wintergeschlafen. Aber die Erdmännchen waren wach und haben von uns ein spezielles "Erdmännchen-Überraschungsei" bekommen. Einen Holzscheit unter dessen Rinde sich ganz viele Insekten zurückgezogen hatten.

Die Waschbären machen keinen Winterschlaf, sind aber sehr träge und schlafen viel. Zur Fütterung kamen sie aber heraus zu uns. Und bei den Nasenbären haben wir uns einen prima Trick gegen das Frieren abgeschaut: Aneinanderkuscheln!

Ein nächster beeindruckender Stopp waren die Wellensittiche und Tauben. Sie haben sich zum Fressen sogar auf unsere Hand gesetzt.

Zum Abschluss haben wir dann die Störche besucht, die sich zum Glück nicht auf unsere Hand gesetzt hatten. Zurück in der warmen Zooschule haben wir uns ein kleines Mittags-Picknick gegönnt und den Tag Revue passieren lassen.

Leider mussten wir nun wieder aufbrechen, um rechtzeitig zurück in der Kita zu sein. Wir wären sehr gern noch länger geblieben, denn so macht Lernen großen Spaß! 

Danke, liebe Anja, so freuen wir uns gleich viel mehr auf die Schule im Sommer!

Wir werden ganz gewiss wieder kommen!