Auf den Spuren von Robin Hood

Der Wald ist eine Komposition der leisen Töne, so sagt es Klaus Ender. Das stimmt. Aber hin und wieder wird die Ruhe ein wenig von kleinen Räubern durch lebensfrohe Harmonien bereichert.

Das ist unser Sommerlager im Wald, das wir einmal in der Woche besuchen. Seit wir die spannenden Geschichten von Robin Hood lesen wünschen sich die Kinder nichts mehr als ein eigenes Lager im Wald. Ein richtiges Räuberlager mit Unterschlupf und Turnierplatz, einer Festwiese und viel Platz zum "Ströpern", Kräftemessen und Erforschen.

Genau dieses Lager haben sich die Kinder nun gebaut und sind unglaublich stolz auf ihr Quartier im Wald vor den Toren der Stadt.

 

 

Um in den Wald zu gelangen benutzen wir immer unsere Hollandräder. Die älteren Räuber fahren natürlich mit ihren eigenen Rädern und lernen ganz nebenbei Verkehrsregeln und gegenseitige Rücksichtnahme. Auch der Trainingseffekt ist enorm. Denn richtige Räuber brauchen auch Ausdauer und Bärenkräfte!

 

 

 

 

Selbst im Nieselregen bietet das selbst gebaute Goahti Schutz und der liebgewonnene Waldtag macht allen Kindern trotzdem Freude. Schließlich musste ja Robin mit seinen Männern und Frauen auch jedem Wetter trotzen.

Auch die Sitzmöbel und der Räubertisch entstanden in gemeinschaftlicher Handwerkskunst. Hier kamen die Werkzeuge zum Einsatz, die wir zuvor bei einem Großeinkauf im Baumarkt erbeutet haben.

Entdeckungstouren

Im Wald gibt es so vieles zu entdecken. Eine kleine Wanderung gehört zu jedem Waldtag. Es ist so schön, den Geräuschen des Waldes zu lauschen und die Pflanzenwelt zu erkunden. Es gibt Farne, Nadelbäume, Laubbäume und sehr pieksige Sträucher mit Himbeeren und Walderdbeeren. Da muss man als Räuber schon Acht geben wo man hintritt und anfasst.

Außerdem kann man ja nie wissen, hinter welchem Baum das nächste Abenteuer lauert!

Spiele und Wettkämpfe

Und natürlich müssen richtige Räuber Geschicklichkeit trainieren und ihre Sinne schärfen. Für kleine Stockfechtkämpfe nach zuvor festgelegten Regeln haben die Kinder sogar einen eigenen Turnierplatz gestaltet.

Interessante Tiere

Leider haben wir noch keine großen Waldtiere entdecken können. Aber unzählige Wildschweinsuhlen und viele Spuren im Waldboden zeugen von ihrer Anwesenheit.

Es ist aber auch immer wieder spannend und lehrreich die kleinen Waldbewohner zu beobachten. Es gibt Ameisen, Schnecken, Schmetterlinge, Kellerasseln, Ringelnattern und gaaaaanz viele Mistkäfer. Diese sind besonders interessant, weil sie doch einen sehr ekeligen Lebenswandel haben.

Wir hingegen sind sehr reinlich und haben für den Fall, dass jemand für kleine Räuber muss, einen richtigen WC-Baum eingerichtet.


Wir haben eine so schöne Zeit in der Natur, dass der Waldtag sicher noch lange ein fester Bestandteil unserer Wochenplanung bleiben wird. Es wird bestimmt eine schöne Erfahrung den Wechsel der Jahreszeiten in unserem Quartier im Forst mitzuerleben und das Tierbäumchen zum Weihnachtsfest in diesem Jahr nahe unseres Lagers mit allerlei Leckereien für die Waldtiere zu schmücken.